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Verein
IL TRILLO
Via Becarino 32/a
52014 Poppi
Tel. 0039 3203527114
www.iltrillo.org
1.Sept.2009
Jahresbericht
2008
Liebe Freunde
Mit grosser Freude blicken wir auf die Aktivitäten des Jahres 2008
zurück. Es war ein reiches Jahr mit vielen Begegnungen und Gesten
der Solidarität. Auch im 7. Jahr unseres musiktherapeutischen „Pioniertums“
im Casentino ist es uns gelungen mehrere unserer Angebote auszubauen
und zu verbessern. Um allen Anfragen von Schulen, Tageszentren und privaten
Gruppen gerecht zu werden, haben wir unsere Aufgaben aufgeteilt zwischen
Antonella Di Maggio, Paolo Lupi und mir selber. 17 Kinder mit unterschiedlichen
Behinderungen sind zu uns in individuelle Therapiestunden gekommen,
32 Erwachsene mit und ohne Behinderung haben teilgenommen an Mozart-Fitness,
Horchübungen und anderen musiktherapeutischen Aktivitäten.
Dazu haben wir 18 kostenlose Abende mit verschiedenen Themen gestaltet.
Auch freut es uns ausserordentlich, junge Musiktherapeuten hier im Casentino
willkommen heissen zu dürfen und zu sehen, wie sich mehr und mehr
Menschen mit der Musiktherapie anfreunden.
Um die Einbindung unserer Angebote in die verschiedenen Institutionen
zu erleichtern, arbeiten wir mit dem Sozialdienst und der Vereinigung
„Albero del Pane“ zusammen. Unsere Dienstleistungen an den
Tageszentren und in den Schulen werden von ihnen organisiert und der
Trillo bietet ihnen dazu technische Unterstützung und Supervisionen.
Ebenfalls unterstützen wir unsere jungen Kollegen und Kolleginnen
und beraten sie nötigenfalls.
5 Musiktherapeuten treffen sich regelmässig mit mir um ihr Wissen
über das musiktherapeutische Schaffen, vor allem mit Kindern, zu
vertiefen und 3 Praktikantinnen machen bei uns zur Zeit ihre ersten
Erfahrungen.
Es ist uns ein Anliegen, immer wieder mit anderen Institutionen Kontakte
zu knüpfen und diese auch aufrecht zu erhalten, so z.B. mit der
neuropsychiatrischen Kinderabteilung des lokalen Gesundheitswesens,
mit Logopäden, Psychologen und Heilpädagogen. Nicht immer
ein leichtes Unternehmen, da grosse geographische Distanzen uns oft
zu nur telefonischen Kontakten zwingen.
Unser Mitarbeiter Paolo Lupi hat mit Erfolg zahlreiche Zusammenkünfte
und Begegnungen mit anderen Zentren organisiert und gerne erinnern wir
uns an die Begegnung mit den Jugendlichen aus einer Drogenpräventivstelle
in Arezzo oder mit einer Gruppe von behinderten Erwachsenen des „Casa
di Elena“ und an die nächtlichen Horchwanderungen in Camaldoli.
Gäste durften wir auch dieses Jahr empfangen und bei uns beherbergen:
So den Radiojournalisten Francesco Michi, der ein Interview für
das Schweizer Radio aufgenommen hat und Herrn Walter Tilgner, der mit
seinen grossen Kenntnissen an einer Aufnahme der herbstlichen Naturklängen
und -stimmen mitgearbeitet hat, die nun in das Projekt einer Kinder
CD eingefügt wurde.
Des weiteren hat eine Gruppe zukünftiger Clowns im Sozialbereich
bei uns einen Teil ihrer Ausbildung absolviert.
Der erste Entwurf des Dokumentarfilmes von Nicola Bellucci ist fertig
und wir sind neugierig auf die endgültige Fassung die für
August 2009 vorgesehen ist.
Neben mehreren Artikeln, die auf www.iltrillo.org publiziert worden
sind, finden wir einen Bericht in der Zeitschrift von „Ore 11“
aus Rom und das Buch „Crescere insieme“. Mit Genugtuung
folgten wir einer Einladung der Stiftung von Ennio Basso nach Rom, um
das Buch vor einem interessierten Publikum vorzustellen, eingerahmt
von der Musik der Gruppe „Shalom Klezmer“.
Zur Zeit befinden wir uns in der Endphase der Herstellung von 3 CDs,
die gedacht sind für Musiktherapeuten, ähnliche Berufsleute
und unsere Patienten.
Um unser Arbeiten zu verbessern und auszubauen nehmen alle 3 Mitarbeiter
regelmässig an Kursen, Supervisionen und Weiterbildungen teil,
wie z.B. am Masterkurs für klinische Musiktherapie.
Wir steigen ins 10. Jahr seit der Gründung des Trillo und immer
noch spüren wir einen ungeschwächten Idealismus und Enthusiasmus
der Teilnehmer und auch wird das, diese Non-Profit Organisation tragende
soziale Netz, immer stärker und grösser.
Wir bedanken
uns bei allen, die uns geholfen und mit uns zusammengearbeitet haben,
sei es durch die verschiedenen Institutionen, beim Putzen des Ateliers
oder bei der Pflege des Gartens.
Auch wir haben versucht eine unterstützende und helfende Teilnahme
nicht nur zu empfangen sondern auch zu leben. 6 Wochen pro Jahr halte
ich mich in einem der ärmsten Länder der Welt auf und vermittle
unsere Erfahrungen den jungen Therapeuten im Paray Hospital in Lesotho,
Afrika. Diese lebendige Teilnahme rückt unser Denken und unsere
Wünsche in Bezug auf unseren Alltag immer wieder in ein neues Licht
und lehrt uns, wie wir echte Hilfe leisten können.
Ein spezieller Dank gebührt der Vorsteherin für das Sozialwesen
der Provinz Arezzo, dem Bürgermeister von Poppi, dem Präsidenten
des Vereins „Casentino EX“ und Frau Dr. Fiorenza Lazzari
von der neuropsychiatrischen Kinderabteilung des lokalen Gesundheitswesens,
Bibbiena.
Unser Vorstand hat in 4 Versammlungen die laufenden Projekte und Arbeiten
besprochen und an der Generalversammlung die Beschlüsse dargelegt.
Die Bilanz 2008 kann auf dem Sekretariat eingesehen werden.
Ich danke allen Vorstandsmitgliedern für die aufbauenden Dialoge
und für ihr reifes und kritisches Engagement, das unserer Initiative
zu weiterer positiver Entwicklung verhilft.
Der Präsident
Wolfgang Fasser
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