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Physiotherapie in Lesotho

Physiotherapie Weiterbildungsprojekt neu gestartet.
Der Anfang dieses neuen Projektes ist im Dezember 2007 gut gelungen. Nach 15 Jahren Unterbruch der fachlichen Weiterbildung für physiotherapeutisch Tätige konnte auf Anfrage der Spitalleitung des Parayhospitals Thaba-Tseka dieses neue Projekt formuliert und begonnen werden. Ziel ist, die früher in einem Solidarmed Physiotherapieprojekt ausgebildeten Krankenschwestern in ihren Kenntnissen und Fähigkeiten zu unterstützen und weiterzubilden. Zu diesem Zweck findet unter anderem in der Zeit vom 14. – 18. Dezember 2009 der zweite spezifische Workshop an der Pflegerinnenschule von Thaba-Tseka statt. Dazu werden physiotherapeutisch Tätige aus allen Spitälern des Landes eingeladen. Am letztjährigen Workshop nahmen 14 in Rehabilitation Ausgebildete aus 6 Spitälern teil. Am diesjährigen Kurs unterrichtet ebenfalls Frau Therese Schär, Physiotherapeutin aus Zürich.



Die Unterrichtstätigkeit beinhaltet klinischen Unterricht mit den Patienten, sowohl im Spital als auch im Ambulatorium. Die Absolventinnen der Pflegerinnenschule erhalten eine Einführung in Basis Physiotherapie, insbesonders für die präventiven Massnahmen. Schwerpunkte des diesjährigen Unterrichts vom 2. Dezember 2009 bis 4. Januar 2010 sind Neurorehabilitation, Beurteilung, Förderung und Handling behinderter Kinder und die naturheilkundliche Unterstützung alltäglicher Physiotherapien. Erfreulicherweise kann ich dieses Jahr zusätzliche Kurse durchführen:
• In einem ländlichen Gesundheitszentrum Vermittlung von physiotherapeutischen Kompetenzen an Dorfsamariter für die Pflege Behinderter, AIDS- und TB-Kranker zu Hause
• Einführungskurs für natürliche Medizin zur Unterstützung von HIV-Kranken in zwei ART Zentren
• Zweitägiger Workshop zur fachlichen Weiterbildung der 8 diplomierten Physiotherapeutinnen im Queen Elizabeth Hospital in Masero

Die Physiotherapieaktivität in Paray möchte auch physiotherapeutisch Tätige in anderen Spitälern Lesothos ansprechen und unterstützen. In 2009 konnten 3 Newsletter publiziert und an die 20 Mitglieder der Paray Physio Study Group versandt werden. Dank der modernen Medien ist es möglich, regelmässige Kontakte mit den Physiotherapeutinnen von Paray zu pflegen und fachliche Themen auszutauschen. Zu meiner Freude beginnt sich in der Schweiz und in Deutschland ein solidarisches und freiwilliges „Expertennetzwerk“ zu bilden, das uns in der physiotherapeutischen Arbeit in Paray mit fachlichen Kenntnissen unterstützt. Es ist vorgesehen, dass die Weiterbildungstätigkeit in Paray für mind. 10 Jahre regelmässig durchgeführt wird und sich mit den aktuellen Entwicklungen des Gesundheitswesens in Lesotho auseinandersetzt.

Ein aktuelles Thema ist die mögliche Integration über einen Zertifizierungsprozess der Physiotherapie – Krankenpflegerinnen in die bestehende Struktur des Gesundheitswesens. Moderne Anforderungen für die berufliche Weiterbildung stossen auf die herkömmliche und einzig zur Verfügung stehende Ausbildung am Arbeitsplatz.

Zur Zeit befindet sich Frau Elisabeth Huber, dipl. Krankenschwester und ausgebildet in Basis Physiotherapie, mit ihrem Mann (leitender Arzt) in einem Solidarmed Einsatz am Seboche Hospital, Lesotho. Sie behandelt regelmässig Patienten im Spital und Ambulatorium, gelegentlich auch auf Aussenstationen. Durch tel. Kontakt sind wir in der Lage aktuelle Fragen zu besprechen.

Die Schweizerische Organisation für Entwicklungszusammenarbeit Solidarmed initiierte 1987 ein 7-jähriges Physiotherapie Weiterbildungsprojekt in Paray an welchem neben mir auch Frau Margot Stöckler und Herr Markus Honegger teilnahmen. Die aktuellen Tätigkeiten sind auf der Basis meiner persönlichen Zusammenarbeit als Freiwilliger und von der Spitalleitung von Paray getragen. Erfreulicherweise hat sich eine Solidaritätsgruppe um dieses Non-Profit-Projekt gebildet, worüber ich sehr dankbar bin. Für den regelmässigen Informationsaustausch mit dem Solidarmed Büro in Luzern, dem Solidarmed Landeskoordinator in Lesotho, den sich im Einsatz befindenden Ärzten und der Christian Health Association of Lesotho danke ich sehr.

Mehr Informationen und Neuigkeiten finden Sie nach meiner Rückkehr von Lesotho im Januar 2010.

Wolfgang Fasser



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