Meine Projekte 

Physiotherapie in Lesotho

Liebe Freunde des Lesotho-Physioprojektes,

wie ihr euch vorstellen könnt ist es durch die aktuelle Korona-Situation schwierig das übliche Unterrichtsprogramm durchzuführen. In Lesotho sind die Koronainfizierten nicht so viele, die Spitäler arbeiten ziemlich normal und dennoch sind alle Massnahmen notwendig um die Situation stabil zu halten. Da unsere Initiative vorsieht Schüler aus allen Spitälern zusammen zu rufen um in praktischen Kursen weitere Physiotherapie-Kompetenzen zu entwickeln ist dies in der aktuellen Situation zu vermeiden. Ebenso reise ich ja von einem Spital zu einem anderen und das ist auch nicht so gut. So habe ich im Gespräch mit lokalen Verantwortlichen in den Spitälern den Entscheid gefällt die vorgesehen Reise auf November 2022 zu verschieben. In der Zwischenzeit werde ich mich auf Online-Angebote konzentrieren und weitere Video-Lehrmittel zu häufigen Themen erstellen und auf unserer Webseite: www.physioinlesotho.ch publizieren.   

Durch direkten telefonischen Kontakt und in verschiedenen WhatsApp-Gruppen bin ich in Verbindung mit den angelernten und diplomierten Physiotherapeutinnen vor Ort und unterstütze so gut wie es geht.

Gerne informiere ich weiter auf dieser Seite und danke Allen von euch für die treue Unterstützung,

herzlich, Wolfgang Fasser

Kurzbeschrieb des kontinuierlichen Weiterbildungsprojektes 

Lesotho, ein kleines Bergland im südlichen Afrika, ist Ziel dieser Initiative. Seit 2007 führe ich jährlich während zwölf Wochen Unterrichtsveranstaltungen zum Thema „Physiotherapie und Rehabilitation“ durch. Da es im ganzen Land aktuell nur sechs diplomierte Physiotherapeutinnen gibt, wird der grösste Teil an Rehabilitationsarbeit, sei es in Spitälern oder Gesundheits-Zentren, von angelernten Krankenschwestern ausgeübt. Das Lesotho Physiotherapie Projekt kümmert sich um die kontinuierliche Weiterbildung dieser diplomierten Physiotherapeutinnen und angelernten Rehabilitations-Arbeiterinnen. In regelmässigen nationalen Kursen, Spitalbesuchen und klinischem Unterricht lehre ich praxisnah die notwendigen Behandlungen/Aktivitäten.

Die Initiative sieht vor

  • Die kontinuierliche Weiterführung des Unterricht-Projektes in Lesotho für die nächsten drei Jahre.
  • Den Erwerb geeigneter Fachliteratur, welche ich jeweils persönlich den Weiterbildungs-Teilnehmerinnen abgebe.
  • Die Weiterentwicklung und Produktion eines Physiotherapie Leitfadens, der auf die Situation der Bergspitäler abgestimmt ist.
  • Die Weiterentwicklung der digitalen Physiotherapie-Datenbank mit Dokumenten, Audio-Vorträgen und Videodokumentationen die mittels Memory-Stick den Studierenden zur Verfügung gestellt werden.
  • Die Weiterentwicklung der Ressourcen-Webseite: www.physioinlesotho.ch
  • Unterstützung für Rehabilitationsaufenthalte von Müttern mit behinderten Kindern und Kosten-Übernahme für bedürftige Physiotherapie Patienten im Paray und Seboche Hospital.
  • Die Ausweitung des Unterrichtes auf die umliegenden Health Centers in der Bergregion Thaba Tseka und Seboche. 
  • Beratung von Spitälern bezüglich Aufbau eines Physiotherapiezentrums.
  • Die Weiterführung des Vor-Ort-Unterrichtes in den Spitälern von Paray, Mamohao, Roma, Seboche und Tsepong.
  • Die Durchführung eines dreitägigen Physiotherapie-Workshops am Tsepong Hospital für diplomierte Physiotherapeutinnen.
  • Eine Physiotherapie-Anlehre für das Pflegepersonal von vier Altersheimen in Maseru, Hlotse, Qachas Nek und Pitseng.
  • Weiterbildungskurse für Gesundheits-Arbeiterinnen am Seboche, Mamohao und Paray Hospital und in den Health Centers von Qachas Nek, St. Francis und Pitseng Mathebeng, um physiotherapeutische Behandlungen in der Heimpflege anwenden zu können.
  • . Drei-tägiger Weiterbildungskurs für 15 Lehr- und Betreungspersonen von vier Institutionen für mehrfachbehinderte Kinder im Norden Lesothos

hier folgt ein slider mit mehreren bildern

Kostendeckung

Das Projekt ist eine private Initiative auf freiwilliger Basis meinerseits und der teilnehmenden Physiotherapie Kolleginnen aus der Schweiz. Private Gönner und Gönnerinnen und die Stiftung Werner Mosetter unterstützten bis anhin das Vorhaben und so konnten in einem gemeinsamen Effort die jährlichen Ausgaben von ca. 7’000 Fr. (Reisespesen, didaktisches Material, Transport für Studierende und Unterstützung bedürftiger Physiotherapie-Patienten) gedeckt werden.

Mit freundlichen Grüssen

Wolfgang Fasser

 

Kontoangaben für Spenden

Postfinance AG

Fasser Wolfgang Mollis

Konto Nr.    87-016 38 -6

BIC     POFICHBEXXX

IBAN    CH57 0900 0000 8701 0638 6

Bitte vermerken: Für Physio Lesotho Projekt

 

Artikel zu 30 Jahre Lesotho (Link)

Brief aus Afrika (Link)

Youtube Lesotho

Abonnieren Sie meinen Youtube Kanal. Wir veröffentlichen Anleitungen für Physiobehandlungen und verschiedene Anwendungen.

Twitter

Abonnieren Sie meinen Twitter Kanal. Verfolgen Sie während meines Ausfenthaltes unsere Berichte, usw.

bild ist Link

Quorle – Eremo di Romena

Brief aus Quorle

Liebe Freunde,

nun bin ich wieder in der Schweiz. Nach 32 Jahren Mitarbeit in Romena habe ich mich zurück genommen und bin in die zweite Reihe getreten. Es liegt mir am Herzen zeitig Platz zu schaffen so das wir als Team uns erneuern können und das Jüngeren auch eine Chance gegeben wird. Wie geht es weiter im Haus der Stille von Romena? Diese Frage begegnet mir fast täglich und so gebe ich euch gerne einige Informationen zum Wechsel in der Leitung des Hauses.

Seit zwei Jahren wünschte ich mir und plante den Wechsel und die Übergabe. Wir werden dieses Jahr ein Übergangsprogramm gestalten um genug Zeit zu haben die richtige Person zu finden. Ein neues Jahresprogramm wurde erstellt und zwei Ehepaare werden zusammen mit Deborah alles Praktische an die Hand nehmen. Neben den Familientagen und den Arbeitswochenenden werden zusätzlich vier Seminare für die freiwilligen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen stattfinden. Natürlich wird es wieder Stillewochen, Naturerfahrungen und thematische Kurse geben. Diese werden zum Teil von mir und auch von anderen Leitern geführt. Das Programm wird sich schon bald auf der Webseite von Romena finden lassen: www.romena.it

Meine Aufgabe wird es sein gelegentlich Onlinekurse zu geben, Vorträge in Romena halten und einige Stillewochen und Naturerlebnistage zu leiten.

So gehen wir mit neuem Schwung auf neue Zeiten zu. Ich bin zuversichtlich das mein Schritt auch Romena und Quorle Schritte erlauben wird und schaue in Dankbarkeit auf unsere Tätigkeit in den letzten 32 Jahren zurück. Ich war jung und ganz sicher nicht ausgereift als ich grosse Aufgaben und ein Riesen-Vertrauen erhielt und viel lernen und wirken durfte. Dies wünsche ich auch meinen Nachfolgern.

Auguri per un buon cammino, Wolfgang

Ich gehe nach Quorle.

Nützliche Informationen für einen Aufenthalt in Quorle.

Wie kann ich Kontakt aufnehmen? Du kannst telefonisch anrufen: +39 353 356 44 88, wenn du eine WhatsApp oder SMS schreiben möchtest: ‭+41 79 512 78 21, es ist sehr einfach eine E-Mail zu senden: quorle@romena.it – kontaktiere uns in jedem Fall rechtzeitig (für Verfügbarkeit) und eine Woche vor dem Anruf zur Bestätigung oder für Änderungen.

Wie komme ich nach Quorle?

Quorle ist ein kleines Dorf in der Gemeinde Poppi, im Casentino in der Provinz Arezzo.

Mit dem Auto:
– wenn Du aus Arezzo kommst, nimmst Du die Strasse nach Bibbiena – Ponte a Poppi und folgst den Schildern nach Becarino Quorle
– wenn Du aus Florenz kommst: Pontassieve – Passo della Consuma – Borgo alla collina – Ponte a Poppi und dann den Schildern nach Becarino Quorle
– wenn Du aus Forlì kommst: Santa Sofia – Passo della Calla – Ponte a Poppi und dann den Schildern nach Becarino Quorle
– wenn Du aus Rimini kommst: Bagno di Romagna – Passo Mandrioli – Soci – Ponte a Poppi und dann den Schildern nach Becarino Quorle

Mit dem Zug:
Ankunft in Arezzo und mit dem Regionalzug nach Ponte a Poppi.

Mit der Sita (Bus):
Es gibt eine Sita von Florenz nach Ponte a Poppi.

Wenn Du mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Fuss kommst, organisieren wir gerne einen Transport von Ponte a Poppi nach Quorle.

Was nehme ich mit?

Für einen ruhigen Aufenthalt in Quorle benötigst Du warme Kleider für das Leben auf dem Lande, Schlafsack, Wanderschuhe, Bettlaken, Kissenbezug, Handtücher und Deine persönlichen Sachen. Um die Einfachheit zu geniessen, laden wir Dich ein, nur das Wesentliche mitzubringen und alles, was Dich von dieser neuen Erfahrung ablenkt, zu Hause zu lassen.

Was finde ich in Quorle?

Hier findest Du Einfachheit, eine Oase des Friedens, ein gemeinsames Leben und die Einladung, sich dem Schoss der Natur anzuvertrauen. Das tägliche Leben in dem Eremo basiert auf dem Austausch praktischer Aktivitäten und auf der „Begegnung mit sich selbst und den Menschen, die dort sind“.

 

Youtube Quorle

Abonnieren Sie unseren Youtube Kanal. Wir haben viele interessante Vorträge und Workshopinhalte veröffentlicht, hauptsächlich auf Italienisch.

Twitter Quorle

Abonnieren Sie unseren Twitter Kanal. Updates und Neuheiten und Informatives erwartet Sie.

bild ist Link

folgt slider mit mehreren bildern

hier folgt ein slider mit mehreren bildern

Kostendeckung unserer Aktivitäten

Quorle, das Eremo von Romena ist eine katholische Institution. Wir dürfen den Ort bewohnen und die Treffen durch führen unter der Auflage die Gebäulichkeiten zu erhalten und zu pflegen. Zu den Häusern gehören Felder, ein Gemüse- und Kräutergarten und ein Obsthain. Viele der Aktivitäten führe ich mit Freiwilligen Mitarbeiterinnen durch die wiederum einen Weg mit mir teilen der sich einem Thema orientiert.  Für die Veranstaltungen kann jeder eine Offerte machen wenn er kann. Viele Menschen sind aus armen Verhältnissen und es ist uns wichtig das Jedermann und Jedefrau teilnehmen kann. Es gelingt uns mehrheitlich die Spesen zu bezahlen und etwas in die Kasse zu legen für das kommende Jahr. Mit Wenig Viel machen ist der Leitsatz. Natürlich sind wir über Spenden sehr dankbar, vor Allem in der Koronazeit in der wir viele Treffen nicht durchführen konnten und Onlineaktivitäten offerierten und ein Seelsorgetelefon unterhalten.

Mit freundlichen Grüssen

Wolfgang Fasser

 

Hier die Kontoangaben

auf welche mit dem Vermerk: per Eremo di Romena Quorle jeder Beitrag willkommen ist:

PARROCCHIA SAN PIETRO A ROMENA 

LOCALITÀ ROMENA

IT-52015 PRATOVECCHIO STIA AR 

 

Banca: Intesa San Paolo S.P.A.

Filiale di Stia 

IBAN: IT21C 03069 054591 0000000 2690

BIC/SWIFT: BCITITMMXX

 

 

Herzlichen Dank

Wolfgang Fasser im Namen der Gemeinschaft von Romena

Il Trillo – Kinderprojekt 

Willkommen in unserem Kindermusiktherapie-Projekt il Trillo

 

Liebe Trillofreunde,

ein neues Jahr für uns Alle. Für den Trilloverein ein ganz Spezielles. Nach 22 Jahren übergebe ich mein Amt als Vereinspräsident weiter und die Tätigkeit wird von meinen Mitarbeitenden weiter gefürht und getragen. Es ist eine grosse Herausforderung für Alle. Die Korona-Krise und ihr Management hatte viele einschneidende Massnahmen zur Folge. Trotzdem konnten wir auf kleinem Feuer die Aktivität mit den behinderten Kindern und Erwachsenen weiterführen. Wir hoffen das es nun doch langsam besser wird und die Arbeit und der administrative Aufwand leichter wird. 

Zur Zeit sind wir im Gespräch mit den lokalen Behörden bezüglich einer Integration unseres Vereines in ein grösseres Gesundheitsnetzwerk. Diese Gespräche sollten Ende Februar beendet sein und eine neue administrative und organisatorische Struktur könnte das positive Resultat sein. Dies wäre sehr unterstützend für die Arbeit in der Zukunft. Die praktische Arbeit geht parallel weiter und auf der Webseite: www.iltrillo.org findet ihr viele interessante Infos. Gerne berichte ich weiter sobald wir einen Schritt weiter sind. Es ist der Wunsch des Vereines weiterhin zu bestehen und die gut integrierte Arbeit im Bereich Musiktherapie und integrative Angebote für Menschen mit Behinderung  weiterhin anzubieten.

Euch Allen herzlichen Dank für euer Interesse und die wohlwollende Unterstützung,

 

Wolfgang

 

folgt slider mit mehreren bildern

hier folgt ein slider mit mehreren bildern

Wie finanziert sich das Projekt?

Der gemeinnützige Verein lebt von Spenden, Mitgliederbeiträgen und Einnahmen von Unterrichtstätigkeiten und Publikationen. Die Patienten bezahlen einen symbolischen Betrag da die Meisten aus minderprivilegierten Verhältnisse kommen.

Wer uns unterstützen möchte findet hier die Kontoangaben.

Mit freundlichen Grüssen

Wolfgang Fasser

 

Kontoangaben für Spenden

Postfinance AG

Vermerken Sie bitte (Spende für das Projekt il Trillo)

Fasser Wolfgang 8753 Mollis

Konto Nr. 87-016 38 -6

BIC POFICHBEXXX

IBAN CH57 0900 0000 8701 0638 6

Shalom Klezmer

Vier Instrumente – Vier Menschen – Vier Leidenschaften für eine Musik

Marna Fumarola

Marna Fumarola

Lässt die Zaubergeige klingen

Michela Munari

Michela Munari

streicht das Cello und bezaubert mit ihrer Stimme

Serena Mantini

Serena Mantini

spielt das Klavier, singt und arrangiert unsere Stücke

Wolfgang Fasser

Wolfgang Fasser

lässt sein Sopran-Saxofon singen

Aktuell

Jährlich sind wir unterwegs in Italien, der Schweiz, in Deutschland und Oesterreich. Wir spielen an kleinen und grossen Anlässen und freuen uns an den dabei entstehenden Begegnungen.

Möchten Sie uns kontaktieren? Ganz einfach mit einer Mail.: shalomklezmer@gmail.com

Shalom-Klezmer heisst Sie herzlich willkommen

Wir sind ein Klezmermusik- Quartett. Seit mehr als zwanzig Jahren spielen wir die Musik unserer Träume. Hochzeiten, Festivals und viele andere Anlässe sind unsere Spielplätze und wir freuen uns mit unserer lebendigen Musik mit zu gestalten. Besinnliche Stücke, Tanzmusik und mitreissende Lieder machen uns aus.

Im Folgenden ein Text über eines unserer Konzerte in Deutschland:

DER GANZE TANZ DES LEBENS IN DUR UND MOLL

Gärtringen: „Shalom Klezmer“ spielen Benefizkonzert für ein Projekt im afrikanischen Lesotho

Von Rüdiger Schwarz

Klezmer, die Musik der osteuropäischen Juden, verströmt einen eigenwilligen, faszinierenden Zauber. Die Welt der ostjüdischen Schtetl ist längst versunken, doch ihre volkstümlichen Klänge gingen um die Welt, saugten sich mit vielen musikalischen Einflüssen voll. Klezmer ist Weltmusik im besten Sinne des Wortes. Das Ensemble „Shalom Klezmer“ bringt bei seinem Gastspiel in der Gärtringer St.Veit Kirche Weisen, Tänze, Suiten und Lieder zwischen Freude und Trauer zu Gehör.

Piano, Cello, Violine und Klarinette, mehr braucht es nicht um einer Musik zu frönen deren Rhythmik und Klangfarben so völlig anders sind als die überkommene Musik des westlichen Europas. Die entfesselte Dynamik so mancher traditioneller Tanzstücke der Klezmer-Musik erinnert zuweilen an die mitreissend vulkanartige Energie der Jigs und Reels des keltisch-irischen Folk. Und so spielt sich das Quartett nicht nur einmal in einen euphorischen Rausch hinein. Schnell wird einem klar dass die vier Instrumentalisten den Klezmer leben mit Seele und Gefühl, mit jeder Körperfaser. So fühlt sich der Zuhörer wie inmitten einer ausgelassenen, heiter-fröhlichen Hochzeits- und Festgesellschaft. Mal springt einem das Herz vor Freude über, mal schiesst pure Leidenschaft durch die Adern, zwischendurch zwinkert man sich neckisch zu, dann flattern verliebte Schmetterlinge durch den Bauch, mitunter gewinnt eine leise Wehmut die Oberhand, gibt man sich einer verträumten Sehnsuchtsmelodie hin oder schwelgt über bittersüsse und zartwiegende Takte in Melancholie.

In St. Veit verabreicht das versierte Ensemble musikalisch den ganzen Kuchen des Lebens, von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt, freudvoll und leidvoll. Das verlangt den Klezmorim von „Shalom Klezmer“ einiges ab, schliesslich bestechen die Weisen und Tänze durch eine atemberaubende, orientalisch-arabesk anmutende Polyrhythmik. Auf geschmeidige, elegische Glissandi folgen feurig-knitze synkopierte und triolische Takte. Ehe man sich versieht, schlägt ein empfindsames und feinsinniges Adagio in ein schwindelerregendes Prestissimo, ein eruptives Fortissimo um. Dann flitzt der Bogen nur so über die Saiten der beiden Streichinstrumente, die Finger sausen über die Klarinette.

Neben einer Fülle an Tempiwechseln changieren viele der vorgetragenen Stücke zwischen Dur und Moll, was zu den typischen Markenzeichen der Klezmer-Weisen und der chassidischen Melodien zählt. Selbst wenn so eine Suite einmal merklich traurig, seufzend und klagend ans Ohr schleicht, schwingt da doch etwas Tröstliches, Versöhnliches und Mutmachendes mit.

Ab und an scheint im Reigen der Tänze eine Polka, ein Walzer, ein Csardas, gar ein Tango durchzuklingen – viele Einflüsse bereichern die jüdische Volksmusik aus Osteuropa. Dicht am Puls des alltäglichen Lebens, nah am Wasser menschlicher Gefühle, aber auch der religiösen Praxis gebaut, fängt Klezmer-Musik viele Stimmungen und Geschichten ein. In erheiternder Regelmässigkeit sitzt dem Quartett der Rhythmus-Schalk im Nacken, etwa beim kessen und kecken „Katzensprung“ oder der sich schnippisch wiegenden Weise „Als der Rebbe lacht“ mit ihren gewitzt-charmanten vokalen Lautmalereien. Populäre Klassiker, die sich längst in das kollektive, internationale musikalische Gedächtnis eingegraben haben, dürfen an so einem Abend nicht fehlen.

Mit im Gepäck findet sich das beliebte hebräische Volkslied „Hava Nagila“ und das israelische Volkslied „Shalom Chaverim“. Beide geben einem eine ansteckende friedvolle Heiterkeit an die Hand. Richtig zeitgenössisch wird es dann mit dem Titelmotiv zum Spielberg-Film „Schindlers Liste“. Der wunderschöne und zarte Schmelz dieser Elegie gelingt der Klezmer -Truppe sehr innig, sorgt für Gänsehaut, kommt dem Original, dem von Itzhak Perlman gespielten Violinsolo, ergreifend nahe.

Verbindung mit dem „Du“

Der Tanz des Lebens dreht sich in immer neuen Runden weiter. Ob auf wendigen Samtpfoten, unter aphrodisierender Glückseligkeit, tranceartigen Sphärenklängen, melodischem Liebreiz, prägnanter Rhythmik, sich verzehrender Sehnsucht oder brodelnder Vitalität. Diese Musik „von Herzen fürs Herz“ wendet sich dem Gegenüber zu, sucht die Verbindung mit dem „Du“. Und das irgendwo zwischen dem Liedtext von „Hava Nagila“ und einem Gedicht der deutsch-jüdischen Else Lasker-Schüler. „Lasst uns glücklich sein. Lasst uns glücklich sein. Lasst uns glücklich und fröhlich sein. Erwachet Brüder, erwachet Brüder.“

Mit einem glücklichen Herzen fordern die Strophen von „Hava Nagila“ auf. Else Lasker-Schüler hebt in “Ein alter Tibet-Teppich“ an – „Deine Seele, die die meine liebet, ist verwirkt mit ihr im Teppichtibet. Strahl in Strahl, verliebte Farben, Sterne die sich himmellang umwarben. Unsere Füsse ruhen auf der Kostbarkeit. Maschentausendabertausendweit.“

Das Gedicht erschien im Lyrikbändchen „Meine Wunder“. Wunder und Lebenselixier ist auch das Konzert in der St Veit Kirche, ein Wunder der Verschwisterung durch die Kraft der Musik, so tanzt man zwischen den Kirchenbänken, offen und ohne Harm: pures Klezmer-Gefühl, Lebensfeier satt.

folgt slider mit mehreren bildern

Twitter Shalom Klezmer

Abonnieren Sie meinen Twitter Kanal. Konzertankündigungen und Berichte werden auf Sie warten.

bild ist Link

Youtube Shalom Klezmer

Abonnieren Sie meinen Kanal.